Fahrpreise im MDV steigen ab August 2026 – wer zahlt mehr, wer profitiert?
Nico KellerFahrpreise im MDV steigen ab August 2026 – wer zahlt mehr, wer profitiert?
Fahrpreise im Mitteldeutschen Verkehr verbund steigen ab August 2026
Die Tarife im öffentlichen Nahverkehr in Mitteldeutschland werden ab August 2026 angehoben. Die Änderungen folgen einer Entscheidung des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds (MDV) und betreffen Tickets in Halle, Leipzig sowie den umliegenden Landkreisen. Betroffen sind Einzel-, Monats- und Schülerfahrkarten, deren Preise einheitlich angepasst werden.
Die Gesellschafterversammlung des MDV hat beschlossen, die Fahrpreise in einigen Regionen um durchschnittlich 5,56 Prozent und in Leipzig um 5,0 Prozent zu erhöhen. Ein Einzelticket kostet künftig 3,50 Euro (bisher: 3,40 Euro), ein Kurzstreckenticket in Halle steigt um 10 Cent auf 2,50 Euro.
Deutlich stärker fallen die Erhöhungen bei den Monatskarten aus: Das Azubi-Abo wird um 80 Cent teurer und kostet dann 53,10 Euro, die Schülerfahrkarte (Schoolcard) steigt um 50 Cent auf 30,70 Euro. Gleichzeitig werden das Vierer-Ticket in ländlichen Gebieten und das 9-Uhr-Monatsticket in Halle wegen geringer Nachfrage abgeschafft.
Neue Vergünstigungen sollen die Preisanpassungen abfedern: Das 24-Stunden-Ticket Plus für Halle und die umliegenden Regionen ermöglicht es künftig, dass bis zu drei Kinder kostenlos mit einem Ticketinhaber mitfahren. Zudem führt das Luftlinien-Tarifsystem in Halle für ABO-Flex-Kunden einen ermäßigten Tages-Bestpreis ein.
Die Änderungen treten voraussichtlich am Samstag, den 1. August 2026, in Kraft – vorausgesetzt, die zuständigen Landes- und Kommunalbehörden geben ihr endgültiges Placet.
Die neuen Tarife gelten im gesamten MDV-Gebiet, wobei einige Tickets teurer werden und andere entfallen. Gleichzeitig profitieren Familien und Flex-Abonnenten von Rabatten. Die Umstellung ist für August 2026 geplant, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmen.






