30 April 2026, 00:12

Energiekrise trifft Haushalte und Unternehmen – während Ölkonzerne Rekordgewinne einfahren

Plakat mit dem Text "Aufgehobene verbleibende Öl- und Gas-Leasen im Arctic National Wildlife Refuge" mit Bildern von Solarpanelen und Windrädern gegen einen bewölkten Himmel.

Energiekrise trifft Haushalte und Unternehmen – während Ölkonzerne Rekordgewinne einfahren

Weltweite Energiekosten steigen weiter – Haushalte und Unternehmen leiden unter den Folgen

Die explodierenden Energiepreise belasten Privathaushalte und Unternehmen gleichermaßen. Die Auswirkungen sind global spürbar – von den Lebensmittelmärkten in Nigeria bis hin zur Energiepolitik in Deutschland, wo Regierungen und Konzerne unterschiedlich reagieren. Gleichzeitig mehren sich Warnungen vor einer Verschärfung der Hungerkrisen, sollte sich die Lage weiter zuspitzen.

In Nigeria treiben die stark gestiegenen Ölpreise die Kosten für Düngemittel, Transport und Grundnahrungsmittel in die Höhe. Pendler, Studierende und Familien, die kranke Angehörige besuchen, müssen nun deutlich mehr für Sprit ausgeben – eine zusätzliche Belastung im Alltag. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt, dass bis zu 45 Millionen weitere Menschen von Hunger bedroht sein könnten, falls sich die Krise über die Jahresmitte hinaus verschärft.

Doch während Verbraucher unter den steigenden Preisen ächzen, verzeichnen Ölkonzerne Rekordgewinne. Allein BP verzeichnete im frühen Jahr 2023 einen Nettogewinn von 2,7 Milliarden Euro – mehr als das Doppelte des Vorjahreszeitraums. Kritiker werfen den Unternehmen vor, die Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, während die Gewinne bei den Aktionären blieben.

Deutschland hat bereits Gegenmaßnahmen ergriffen: Eine Übergewinnsteuer auf Energieunternehmen brachte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine rund 2,5 Milliarden Euro ein. Dennoch bleibt die Sorge in der Bevölkerung groß – fast 80 Prozent der Deutschen fühlen sich durch die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen bedroht.

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Anderswo verzeichnete China im März 2023 einen massiven Anstieg der Solarpaneel-Exporte – die Ausfuhren verdoppelten sich im Vergleich zum Februar. Auch Südkoreas Präsident treibt den Wandel voran: Geplant sind der Ausbau der Stromnetzinfrastruktur und die Einführung eines "Solar-Einkommens"-Modells, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern.

Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), macht für die Krise unter anderem frühere Entscheidungen von Politikern wie Donald Trump und Benjamin Netanyahu mitverantwortlich.

Die Energiekrise verändert Wirtschaft und Alltag auf allen Kontinenten. Während Regierungen neue Strategien testen und Konzerne steigende Gewinne melden, bleibt für Millionen Menschen die unmittelbare Herausforderung: höhere Kosten – und die Gefahr von Lebensmittelknappheit, sollten die Preise weiter auf hohem Niveau verharren.

Quelle