Deutschland vereinfacht Anerkennung für ausländische Apotheker gegen Fachkräftemangel
Nico KellerDeutschland vereinfacht Anerkennung für ausländische Apotheker gegen Fachkräftemangel
Deutschland beschleunigt die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in der Pharmazie. Ein neues Gesetz, das der Bundestag verabschiedet hat, soll bürokratische Hürden für Apotheker abbauen, die außerhalb der EU und des EWR ausgebildet wurden. Die Änderungen zielen darauf ab, den wachsenden Fachkräftemangel in der Branche zu bekämpfen.
Das Gesetz ersetzt langwierige Prüfungen von Unterlagen für Nicht-EU- und Nicht-EWR-Abschlüsse durch direkte Kompetenzfeststellungen. Dadurch soll der Prozess zur Erlangung der Arbeitserlaubnis in Deutschland deutlich vereinfacht werden.
Die Bundestagsentscheidung umfasst zudem kleinere Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker. Diese Änderungen sind auf das Apothekenversorgungsstärkungsgesetz abgestimmt und sorgen für Rechtssicherheit in den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates, über die voraussichtlich bereits im Mai abgestimmt wird.
Sobald das Gesetz in Kraft tritt, gelten die neuen Regelungen ab dem 1. November 2026. Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat den Schritt bereits begrüßt. BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann warnte, dass in den kommenden Jahren Tausende Apotheker benötigt werden, um die wachsenden Lücken in der Fachkräfteversorgung zu schließen.
Das neue Gesetz reduziert bürokratische Hindernisse für im Ausland ausgebildete Apotheker, die in Deutschland arbeiten möchten. Falls der Bundesrat im Mai zustimmt, treten die Regelungen Ende 2026 in Kraft. Die Änderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Land einen steigenden Bedarf an Pharmazie-Fachkräften verzeichnet.






