Deutschland plant ersten Fusionsreaktor – eine Energiewende mit Hightech-Offensive
Niklas MüllerDeutschland plant ersten Fusionsreaktor – eine Energiewende mit Hightech-Offensive
Deutschland hat Pläne für den Bau seines ersten Fusionsreaktors bekannt gegeben – ein zentraler Baustein einer großen Offensive im Bereich hochmoderner Energielösungen. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte die Initiative am Dienstag vor und bezeichnete sie als mögliche "Revolution" in der Energieversorgung. Das Projekt markiert eine deutliche Wende in der deutschen Energiestrategie, obwohl das Land sich einst vom Ausstieg aus der Kernkraft leiten ließ.
Ursprünglich hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder den Plan ins Spiel gebracht: Er schlug vor, einen kleinen modularen Kernreaktor zu entwickeln und sogar atomaren Abfall als Brennstoff für das neue System wiederzuverwerten. Mittlerweile hat die Bundesregierung die Fusionsforschung in den Mittelpunkt ihrer Hightech-Agenda gerückt.
Deutschland hatte 2011 unter Bundeskanzlerin Angela Merkel den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Mit dem neuen Vorhaben will die Regierung nun den ersten Fusionsreaktor des Landes in Betrieb nehmen. Die Kehrtwende in der Energiepolitik verbindet dabei altes kerntechnisches Know-how mit Spitzenforschung.
Der Fusionsreaktor gilt als Meilenstein der deutschen Energiewende. Sollte das Projekt gelingen, könnte es die Stromerzeugung im Land grundlegend verändern. Wann mit dem Bau begonnen und der Reaktor in Betrieb genommen werden soll, steht jedoch noch nicht fest.






