Deutsche Bahn: Evelyn Pallas klare Worte vor der Oster-Nagelprobe
Evelyn Palla, die neue Chefin der Deutschen Bahn, erhält Lob für ihren klaren Kurs
Die neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, wird für ihren ungeschminkten Führungsstil gelobt. Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn würdigte ihre Ehrlichkeit – ein willkommener Kontrast zu jahrelangen unhaltbaren Versprechungen. Doch nun steht der Bahnkonzern vor einer Bewährungsprobe: dem Osterreiseverkehr.
In einem Interview mit der Rheinischen Post am Samstag, dem 27. März 2026, betonte Pro-Bahn-Vorsitzender Detlef Neuß den Wandel in Pallas Kommunikation. Anders als ihre Vorgängerin verzichte sie auf die Ankündigung schneller Verbesserungen, die sich später als nicht umsetzbar erwiesen. Neuß machte zugleich deutlich, dass Pallas Erfolg von politischer Rückendeckung und interner Unterstützung im Unternehmen abhängt.
Das Schienennetz ist bereits jetzt überlastet. Die Fahrgastzahlen steigen – bedingt durch den Erfolg des Deutschland-Tickets im Regionalverkehr und die zunehmende Überlastung der Fernstraßen. Angesichts hoher Spritpreise dürften zu Ostern noch mehr Reisende vom Auto auf die Bahn umsteigen. Doch eine kurzfristige Kapazitätserweiterung ist kaum möglich.
Die finanzielle Lage der Deutschen Bahn verschärft den Druck. Der aktuelle Geschäftsbericht offenbart Milliardenverluste, was Fragen zur künftigen Finanzierung aufwirft. Pro Bahn fordert höhere öffentliche Investitionen, um das System zu stabilisieren und auszubauen.
Die Osterfeiertage werden zur Nagelprobe für die Bahn. Pallas Führung und die Fähigkeit des Konzerns, die steigende Nachfrage zu bewältigen, stehen im Fokus. Gleichzeitig wächst der Ruf nach mehr staatlichen Mitteln – denn für nachhaltige Lösungen braucht die Bahn langfristige Perspektiven.






