13 April 2026, 04:05

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel und politischen Grabenkämpfen

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel und politischen Grabenkämpfen

Brandenburgs Bildungssystem steht vor schweren Belastungen, während politische Streitigkeiten über den Lehrkräftemangel eskalieren. Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) wendet sich gegen ihren ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, und macht frühere Entscheidungen für die aktuelle Krise verantwortlich. Derweil sieht der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) in den jüngsten Haushaltskürzungen einen zentralen Grund für die verschärften Bedingungen.

Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Stellenabbau und steigende Arbeitsbelastungen. Im Haushalt 2025 wurden 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen. Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen zudem die meisten Pädagogen eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Diese Maßnahmen gehen auf den früheren SPD-Bildungsminister Steffen Freiberg sowie den damaligen Finanzminister Robert Crumbach zurück, der nach einem Zwischenstopp bei der BSW mittlerweile wieder zur SPD zurückgekehrt ist.

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Die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda räumte ein, dass die Unterstützung ihrer Partei für die Bildungspolitik der SPD ein Fehler gewesen sei. Die Probleme im brandenburgischen Schulsystem führte sie auf drei Jahrzehnte falscher Weichenstellungen durch CDU und SPD zurück – nicht nur auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres. Hoffmanns Vorwürfe wegen der jüngsten Kürzungen bezeichnete sie als "lächerlich" und betonte, die Krise habe tiefere Ursachen.

Hoffmann hingegen beharrt darauf, dass die Haushaltskürzungen der SPD-BSW-Koalition den Lehrkräftemangel direkt verschärft hätten. Der Streit offenbart die anhaltenden Spannungen zwischen den Parteien über die Verantwortung für die sich verschlechternden Bedingungen an den Schulen.

Die AuseinanderSetzung hinterlässt Brandenburgs Schulen mit einem Rekordmangel an Lehrkräften und wachsenden Arbeitsbelastungen. Während sich die BSW von der früheren Zusammenarbeit mit der SPD distanziert, macht das von der CDU geführte Bildungsministerium die jüngste Politik für die Misere verantwortlich. Ohne eine baldige Einigung droht die Krise auch im nächsten Schuljahr anzudauern.

Quelle