Blutige Niederschlagung: Über 3.400 Tote bei Iran-Protesten gegen das Regime
2000 Menschen bei Solidaritätsdemo in Berlin für Iraner - Blutige Niederschlagung: Über 3.400 Tote bei Iran-Protesten gegen das Regime
Massenproteste im Iran werden gewaltsam niedergeschlagen – mindestens 3.428 Demonstranten getötet
Die landesweiten Proteste im Iran sind mit brutaler Härte unterdrückt worden: Nach aktuellen Schätzungen wurden mindestens 3.428 Menschen von den Sicherheitskräften getötet. Die Unruhen hatten am 28. Dezember als Reaktion auf die wirtschaftliche Not begonnen, entwickelten sich jedoch rasant zu einer grundsätzlichen Herausforderung für die politische Führung des Landes. Unterdessen verlief eine Solidaritätskundgebung in Berlin mit rund 2.000 Teilnehmenden friedlich.
Auslöser der Proteste war am 28. Dezember die wachsende Verzweiflung über die wirtschaftliche Krise, die viele Iraner auf die Straße trieb. Innerhalb weniger Tage weiteten sich die Demonstrationen zu landesweiten Forderungen nach politischem Wandel aus. Ab dem 8. Januar reagierten die Behörden mit einer vollständigen Abschaltung des Internets sowie der Mobilfunk- und Festnetzverbindungen im ganzen Land.
Seit dem Kommunikationsblackout dringen nur bruchstückhafte Berichte nach außen. Zwar scheinen die Proteste an Intensität verloren zu haben, doch das volle Ausmaß der Repression bleibt unklar. Erst am Sonntag wurde im Teheraner Büro der Nachrichtenagentur AFP der Internetzugang teilweise wiederhergestellt; ab Dienstag waren auch internationale Telefonverbindungen wieder möglich. Die Behörden kündigten an, die Einschränkungen schrittweise aufzuheben. In Berlin fand unterdessen am 18. Januar eine Solidaritätsdemonstration statt, organisiert von einem Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen und der Partei Die Linke. Rund 2.000 Menschen nahmen teil, ohne dass es zu größeren Zwischenfällen kam. Zu den Aufrufen hatten unter anderem die Organisation Klasse gegen Klasse und Amnesty International beigetragen.
Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste durch die iranische Regierung hat Tausende das Leben gekostet und die Kommunikation im Land schwer beeinträchtigt. Zwar kehrt das Internet langsam zurück, doch die Demonstrationen sind weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden. Internationale Solidaritätsaktionen wie die Kundgebung in Berlin lenken weiterhin Aufmerksamkeit auf die Lage – bisher ohne Eskalationen.
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