09 May 2026, 06:07

Berlins Rolltreppen-Krieg: Warum Linkssteher die Stadt in Rage bringen

Eine Treppe in einer U-Bahn-Station mit einem "Reise, wenn du wagst"-Schild oben, flankiert von Geländern und sichtbaren Stationswänden.

Berlins Rolltreppen-Krieg: Warum Linkssteher die Stadt in Rage bringen

Berlins Rolltreppen folgen einer ungeschriebenen Regel: rechts stehen, links gehen. Doch manche ignorieren das einfach, bleiben stur auf der linken Seite stehen und sorgen so für Frust. In einer Stadt, in der jeder es eilig hat, bremsen diese „Linkssteher“ den Fluss aus – und brachten einen Kolumnisten kürzlich dazu, sie öffentlich an den Pranger zu stellen.

Das Thema griff David Grunwald in seiner Rubrik Hit der Woche bei Schlager Radio auf. Er beschrieb die Linkssteher als Symbol für Berlins Widersprüche: eine Stadt, in der Hektik und Gleichgültigkeit aufeinandertreffen. Während Pendler sich auf den Rolltreppen beeilen, blockieren diejenigen, die die schnelle Spur versperren, den Weg – scheinbar ohne ein Bewusstsein für die Verzögerungen, die sie verursachen.

Grunwald ließ kein gutes Haar an der Angewohnheit und nannte sie schlicht „zum Wahnsinnigwerden“. Seine Lösung? Wer nicht laufen wolle, solle stattdessen die Treppe nehmen. Die Kolumne lief auf 106,0 FM und löste unter Berlinern, die den täglichen Kampf kennen, eine Debatte aus.

Der Streit um das Rolltreppen-Knigge spiegelt eine größere Spannung in der Stadt wider. Linkssteher stören den Rhythmus und zwingen andere zum Slalom um sie herum. Vorerst bleibt die Regel bestehen: Rechts stehen, links gehen – oder sich dem Ärger derer aussetzen, die es eilig haben.

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