Berlins Kunstszene zwischen Jubiläumsrausch und vernachlässigter Realität
Berlins Kunstszene zwischen Jubiläumsrausch und vernachlässigter Realität
Berlin's Kunstszene zwischen Jubiläumsrausch und wachsender Kritik
Berlin's Kunstwelt feiert derzeit eine Reihe von Jubiläen – vom 30. Geburtstag des Hamburger Bahnhofs bis zum 200-jährigen Bestehen der Museumsinsel. Doch hinter den Festlichkeiten mehren sich die Stimmen, die den kulturellen Institutionen der Stadt vorwerfen, falsche Prioritäten zu setzen und die missliche Lage ihrer Umgebung zu ignorieren.
Die jüngste Runde der Gedenkanlässe hat die Debatte neu entfacht, ob diese Events das künstlerische Erbe Berlins wirklich würdigen – oder lediglich von tieferliegenden Problemen ablenken.
Der Hamburger Bahnhof, einst ein zentraler Ausstellungsort für die Sammlung der Nationalgalerie, verliert diesen Status nun, just zu seinem 30-jährigen Bestehen. Die Museumsinsel hingegen beging ihr 200-jähriges Jubiläum, obwohl das Pergamonmuseum seit 2013 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist und erst 2037 wiedereröffnet werden soll. In der Nähe gedachte das Kunstgewerbemuseum mit einer kleinen Ausstellung namens Verfolgt leise seines 40-jährigen Bestehens am Kulturforum.
Die Fixierung auf Jubiläen stößt zunehmend auf Skepsis, zumal andere bedeutende Jahrestage kaum Beachtung finden. So blieb der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit am 4. Juli in Berlin unerwähnt, während man Events wie das 35-jährige Bestehen der East Side Gallery als "längste Open-Air-Galerie der Welt" groß feierte. Auch das UNESCO-Netzwerk der Designstädte blickte auf 20 Jahre Präsenz in Berlin zurück – eine weitere Station in der langen Liste der Gedenktage.
Doch abseits der Festlichkeiten kämpft die Kunstszene mit sichtbarem Verfall. Baustellen, Vermüllung und steigende Kriminalität prägen zunehmend das Bild rund um kulturelle Leuchttürme. Die Neue Nationalgalerie verlieh ihren renommierten Preis jüngst an Maurizio Cattelan, einen etablierten Künstler, statt Nachwuchstalente zu fördern. Cattelans Werke – darunter eine mit Klebeband an der Wand befestigte Banane (für 6,2 Millionen Dollar verkauft) und ein vergoldetes Klosett mit dem Titel America (für 12,1 Millionen Dollar versteigert) – haben die Diskussion über die Kommerzialisierung der Kunst weiter angeheizt.
Der nächste große Jubilar steht bereits in den Startlöchern: Das Deutsche Museum in München wird 2025 sein 100-jähriges Bestehen feiern. Seine Eröffnung am 7. Mai 1925 bleibt ein Schlüsselmoment der deutschen Kulturgeschichte – ein Ereignis, das von Berlins aktuellen Feierlichkeiten möglicherweise in den Schatten gestellt wird.
Während die Berliner Kunstinstitutionen weiterhin ihre historischen Erfolge herausstellen, werfen die sich verschlechternden Rahmenbedingungen Fragen nach ihrer Zukunft auf. Mit Bauverzögerungen, vernachlässigten Räumen und einer Konzentration auf arrivierte Namen statt auf neue Stimmen wirken die Feiern zunehmend realitätsfern.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob diese Jubiläen zu spürbaren Veränderungen führen – oder lediglich die Liste der übersehenen Probleme verlängern.
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