Berlin erweitert Quartiersmanagement auf elf neue Stadtteile bis 2028
Niklas MüllerBerlin erweitert Quartiersmanagement auf elf neue Stadtteile bis 2028
Der Berliner Senat hat Pläne bekannt gegeben, das Quartiersmanagement bis 2028 auf elf neue Stadtteile auszuweiten. Mit dieser Maßnahme sollen soziale Herausforderungen in besonders belasteten Bezirken angegangen werden. Zusätzliche Mittel fließen in die städtische Entwicklung und von Bürgern getragene Initiativen.
Die Erweiterung erfolgt im Zuge des schrittweisen Rückzugs der Förderung aus 19 bestehenden Quartiersmanagement-Gebieten bis Ende 2027. Durch diese Umverteilung können Ressourcen in die neu ausgewählten Gebiete gelenkt werden, sodass insgesamt 24 Stadtteile unterstützt werden.
Die ausgewählten Bezirke – Nauener Platz, Südpark, Askanischer Platz, Paul-Hertz-Siedlung, Neustadt West, Georg-Ramin-Siedlung, Tirschenreuther Ring, Britz Nord, Britz Süd, Bohlener Straße und Hausotterplatz – werden als "Quartiersmanagement-Gebiete" ausgewiesen. Sie werden in das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" integriert und erhalten gezielte Unterstützung für lokale Projekte.
Vor-Ort-Teams arbeiten direkt in diesen Gemeinschaften, mit dem Schwerpunkt, Anwohner zu aktivieren und lokale Netzwerke aufzubauen. Die Bewohner erhalten mehr Möglichkeiten, Entscheidungen mitzugestalten und ihre Kieze aktiv mitzuprägen. Gleichzeitig können Gebiete, die aus der Vollförderung ausscheiden, über das Programm "Quartiersmanagement Light" weiterhin begrenzte Unterstützung erhalten, etwa durch zeitlich befristete Personalverstärkung.
Seit 1999 hat Berlin über 700 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln in die Stabilisierung von 50 Stadtteilen investiert. Das langfristige Ziel des Programms bleibt die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und die Verbesserung der Lebensbedingungen in benachteiligten Gebieten.
Ab 2028 erhalten elf weitere Stadtteile gezielte Förderung und Unterstützung. Lokale Teams werden mit den Gemeinschaften zusammenarbeiten, um soziale Herausforderungen zu bewältigen und die Entwicklung voranzutreiben. Die Änderungen unterstreichen Berlins anhaltendes Engagement für städtische Stabilität und Bürgerbeteiligung.






