Belfast brennt: Wie ein brutaler Angriff und Online-Hetze zu Krawallen führten
Nico KellerBelfast brennt: Wie ein brutaler Angriff und Online-Hetze zu Krawallen führten
In Belfast ist es nach einem brutalen Angriff, der online weit verbreitet wurde, zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Bei den Angriffen wurden unter anderem Brandanschläge auf Wohnhäuser von Migranten und einen afrikanisch geführten Supermarkt verübt. Der deutsche Sender ZDF warf Elon Musk später vor, die Spannungen weiter angeheizt zu haben.
Die Unruhen begannen, nachdem in sozialen Medien ein Video die Runde gemacht hatte, das zeigt, wie der sudanesische Staatsbürger Hadid Allodid den Schotten Stephen Ogilvie fast enthauptet. Die Aufnahmen lösten Krawalle und eine Welle der Gewalt gegen Migranten in der Stadt aus.
Das ZDF-Magazin ZDF heute live widmete dem Thema eine 30-minütige Sendung und machte Elon Musk sowie den rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson für die Aufstachelung der Unruhen verantwortlich. Später räumte der Sender ein, seine Formulierungen seien unpräzise und irreführend gewesen.
Auf seiner Plattform X verbreitete Musk Robinsons Aufruf zu Protesten. Er schrieb, nur wiederholte und laute Demonstrationen könnten etwas bewirken. Das ZDF gab zu, dass seine ursprüngliche Wortwahl ungenau war. Die Gewalt in Belfast hat bereits erhebliche Sachschäden angerichtet und die Spannungen weiter verschärft. Die Vorwürfe des Senders und Musks Rolle bleiben umstritten.






