17 March 2026, 02:04

Automotive Congress 2024: Wie KI und Aftersales die Branche revolutionieren

Plakatwerbung Goodrich Reifen mit einem Auto und einer Person darin, begleitet von Text über das Unternehmen und seine Dienstleistungen.

Automotive Congress 2024: Wie KI und Aftersales die Branche revolutionieren

Der 22. puls Automotive Congress fand am 2. und 3. März in Nürnberg statt und brachte Branchenführer zusammen, um neue Strategien im Fahrzeugverkauf und im Aftersales-Bereich zu diskutieren. Die Themen reichten von digitalen Werkzeugen und KI über Kundenbindung bis hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der wachsenden Bedeutung von Aftersales-Dienstleistungen, da steigende Kosten Autofahrer dazu veranlassen, ihre Markentreue und Wartungsentscheidungen zu überdenken.

Auf der Veranstaltung stellte Paul Beer von Emil Frey Digital das System INSiDE Workbench vor. Dieses digitale Tool soll Aftersales-Prozesse vereinfachen und Werkstätten dabei unterstützen, Reparaturen und Kundeninteraktionen effizienter zu gestalten.

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Kai Vogler von Volkswagen Financial Services betonte, wie entscheidend der Aftersales-Bereich ist, um Käufer von Gebrauchtwagen langfristig an die Marke zu binden. Imelda Labbé, Präsidentin des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), wies darauf hin, dass immer mehr Kunden unabhängige Werkstätten gegenüber markengebundenen Servicezentren bevorzugen.

Die Kunzmann Gruppe präsentierte ihren Ansatz für intelligente Technologien, darunter Online-Terminbuchungen und vorqualifizierte Reparaturaufträge. Diese Innovationen helfen, Wartezeiten zu verkürzen und die Servicequalität zu verbessern.

Im Vertriebsbereich stellten Peter Schäfer von KreuterMedeleSchäfer und Tolga Toker von der Bobrink Gruppe gegensätzliche Strategien vor. Während Schäfers Unternehmen auf regionalen Verkauf und Werkstattdienstleistungen setzt, um Kundenvertrauen aufzubauen, nutzt Tokers Gruppe eine bundesweite Social-Media-Kampagne, um Käufer zu gewinnen.

Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft der KI im Automotive-Bereich. Führende Unternehmen wie Nextlane haben bereits KI-gestützte Tools eingeführt, darunter die am 27. Mai 2024 gestartete App Inspect AfterSales, die digitale Werkstatteinchecks ermöglicht. Andere Lösungen unterstützen die Wartungsplanung. Anfang dieses Jahres ging Nextlane zudem eine Partnerschaft mit Salesforce ein, um sein digitales Angebot auszubauen.

Neben technologischen Entwicklungen wurden auch branchenweite Trends diskutiert. Eine Umfrage zeigte, dass 48,3 % der Autofahrer deutlich höhere Kosten tragen, was ihr Kaufverhalten und ihre Markenpräferenzen beeinflusst. Vorträge zu Fahrzeugdesign und der Strategie von Porsche Österreich lieferten zusätzliche Einblicke in die sich wandelnden Marktanforderungen.

Der Kongress machte deutlich, wie digitale Tools und KI den Aftersales-Bereich und die Kundenansprache verändern. Angesichts steigender Kosten müssen Händler und Werkstätten sich anpassen, um Käufer zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Unternehmen wie Nextlane, Emil Frey und die Kunzmann Gruppe setzen bereits neue Lösungen um, während Branchenführer weiterhin über die besten Wege für ein nachhaltiges Wachstum diskutieren.

Quelle