Ärzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Bier für Teenager, Spirituosen nur im Fachhandel
Nico KellerÄrzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Bier für Teenager, Spirituosen nur im Fachhandel
Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf strengere Alkoholgesetze in Deutschland. Ihr Vorschlag zielt auf Verkaufsbeschränkungen, Altersgrenzen und ein Ende des kontrollierten Alkoholkonsums für Jugendliche ab. Die Vereinigung warnt, dass früher Alkoholkonsum das Suchtrisiko erhöht und die langfristige Gesundheit schädigt.
Laut dem neuen Plan dürften Supermärkte, Tankstellen und Kioske keinen hochprozentigen Alkohol mehr verkaufen. Nur lizenzierte Fachgeschäfte könnten Spirituosen anbieten. Damit soll der leichte Zugang, insbesondere für jüngere Käufer, eingeschränkt werden.
Die Vereinigung fordert zudem die Abschaffung der aktuellen Regelung, die es 14- und 15-Jährigen erlaubt, mit elterlicher Erlaubnis Bier, Wein oder Cider zu trinken. Die Delegierten argumentieren, dass die Streichung dieser Ausnahme Jugendliche besser vor frühem Alkoholkonsum schützen würde.
Internationale Studien stützen diese Position. Strengere Alterskontrollen und Verkaufsbeschränkungen haben nachweislich den Alkoholkonsum von Jugendlichen reduziert. Die Vereinigung betont, dass Alkohol zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland zählt – mit Folgen wie Sucht und chronischen Erkrankungen.
Falls die Änderungen umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Wandel in der deutschen Alkoholpolitik. Der kontrollierte Alkoholkonsum für Jugendliche würde enden, und der Kauf von Spirituosen würde erschwert. Die Vereinigung ist überzeugt, dass diese Maßnahmen Schäden verringern und die gesundheitlichen Chancen der Bevölkerung verbessern werden.






