Alma Hasun begeistert Wien mit atemberaubenden Bühnenleistungen in zwei preisgekrönten Stücken
Nico KellerAlma Hasun begeistert Wien mit atemberaubenden Bühnenleistungen in zwei preisgekrönten Stücken
Die Schauspielerin Alma Hasun hat für zwei jüngste Auftritte in Wien hochkarätiges Lob geerntet. Beide Stücke – Sophia oder Das Ende der Humanisten und Ganymed Areal – zeigten ihre Bandbreite und Ausdauer auf der Bühne. Kritiker feiern ihre Fähigkeit, emotional komplexe und körperlich anspruchsvolle Rollen meisterhaft umzusetzen.
An einem Sonntagmittag betrat Hasun im Wiener Kammerspiele die Bühne für Sophia oder Das Ende der Humanisten. Die um 15 Uhr begonnene Vorstellung dauerte zweieinhalb Stunden, in denen sie eine Tochter spielte, die versucht, die erlöschende Liebe ihrer Eltern wieder zu entfachen. Die Pointe: Der neue Partner ihres Vaters war ein humanoider Roboter, der der Geschichte eine futuristische Spannungsebene verlieh.
Zuvor hatte sie in Ganymed Areal die Hauptrolle übernommen, einer ortsspezifischen Produktion im Otto-Wagner-Areal in Wien-Penzing. Die Rolle erforderte einen kraftraubenden dreistündigen Monolog, in dem sie eine Pianistin verkörperte, die ihre Spielfertigkeit verloren hatte. Trotz der Herausforderung war jede Vorstellung bis Oktober ausverkauft.
Abseits der Bühne sprach Hasun über die Bücher, die sie prägen. Margot Friedländers Memoiren Versuch, dein Leben zu machen hinterließen bei ihr einen tiefen Eindruck. Unter Tschechows Erzählungen schätzt sie besonders Der dumme Franzose aus der Sammlung Er und Sie.
Hasuns jüngste Auftritte haben ihren Ruf als vielseitige und engagierte Schauspielerin gefestigt. Sowohl Sophia oder Das Ende der Humanisten als auch Ganymed Areal verlangten ihr intensive emotionale und körperliche Hingabe ab – doch sie lieferte in beiden Fällen gefeierte Darbietungen. Der ausverkaufte Lauf von Ganymed Areal unterstreicht ihren wachsenden Einfluss in der Wiener Theaterszene.






